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Häufig gestellte Fragen zum Coaching

Welches Vorteile bietet Coaching?
Personen, die in ein Coaching-Verhältnis eintreten, können erwarten, neue Perspektiven zu persönlichen Herausforderungen und Gelegenheiten kennenzulernen, ihre Fähigkeiten zum Nachdenken und zur Entscheidungsfindung zu verbessern, ihre soziale Kompetenz zu steigern und mehr Vertrauen in die von ihnen gewählte Arbeits- und Lebensweise zu gewinnen. Neben einer Steigerung ihrer persönlichen Effizienz können sie außerdem erwarten, positive Ergebnisse im Bereich der Produktivität zu erzielen, die persönliche Zufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Arbeit zu steigern und für sie persönlich wichtige Ziele zu erreichen.

Wie lange dauert eine Coaching-Beziehung?
Die Dauer einer Coaching-Beziehung hängt vom Bedarf und den Präferenzen des Klienten ab. Für bestimmte Arten von zielgerichtetem Coaching können drei bis sechs Monate ausreichen. Für andere Coachings kann es sinnvoll sein, über einen längeren Zeitraum mit einem Coach zu arbeiten. Zu den Faktoren, die sich auf die Dauer des Coachings auswirken können, zählen: die Art der Ziele, die vom Klienten gewünschte Vorgehensweise, die Häufigkeit der Coaching-Sitzungen sowie die verfügbaren finanziellen Ressourcen.

Welche typischen Gründe gibt es, einen Coach zu konsultieren?
Es gibt viele Gründe, die eine Person oder ein Team dazu veranlassen können, sich für ein Coaching zu entscheiden, darunter:

  • Es steht etwas auf dem Spiel (eine Herausforderung, ein hoch gestecktes Ziel oder eine Gelegenheit), und es ist dringend, herausfordernd, interessant oder alles zusammen.
  • Es besteht ein Mangel an Kenntnissen, Fertigkeiten, Vertrauen oder Ressourcen.
  • Eine große Herausforderung steht bevor, und Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle.
  • Ergebnisse müssen beschleunigt werden.
  • Es besteht aufgrund von Rückschlägen Bedarf an einer Kurskorrektur im Hinblick auf die Arbeit oder das Privatleben.
  • Eine Person führt ihre Beziehungen ineffizient oder auf eine Weise, die dem Erreichen ihrer persönlichen Ziele nicht zuträglich ist.
  • Es besteht ein Mangel an Klarheit, und Entscheidungen sind zu treffen.
  • Eine Person ist extrem erfolgreich, und der Erfolg beginnt ihr Probleme zu bereiten.
  • Arbeit und das Leben stehen nicht im Gleichgewicht, und dies führt zu unerwünschten Konsequenzen.
  • Eine Person ist ihrer Stärken nicht bewusst und weiß nicht, wie sie sie einsetzen soll.
  • Eine Person möchte, dass ihre Arbeit und ihr Leben einfacher und weniger kompliziert verlaufen.
  • Es besteht ein Bedarf an besserer Organisation und besserem Selbstmanagement.


Was hat zu dem enormen Wachstum in der Coaching-Branche geführt?
Für das Wachstum der Coaching-Branche gibt es viele Gründe. Die Welt hat sich insgesamt stark verändert, und Coaching eignet sich gut, um viele dieser Änderungen zu verarbeiten. Coaching ist beispielweise ein hervorragendes Werkzeug für den heutigen Arbeitsmarkt. Es gibt heute mehr Berufswechsel, mehr Selbständigkeit und Kleinunternehmen. Weitere Faktoren sind:

  • Schnelle Veränderungen in der Wirtschaft.
  • Personalabbau, Umstrukturierungen, Fusionen und andere organisatorische Änderungen haben das traditionelle Arbeitsverhältnis stark verändert - Unternehmen können mit herkömmlichen Managementkonzepten ihre Ziele nicht mehr erreichen.
  • In bestimmten Branchen herrscht ein zunehmender Mangel an talentierten Arbeitskräften - um gutes Personal anzuziehen und an sich zu binden, müssen Unternehmen bereit sein, in die persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter zu investieren.
  • Es gibt ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen dem, wofür Manager geschult wurden und dem, was ihnen ihre Tätigkeit abverlangt, um dem zunehmenden wirtschaftlichen Erfolgsdruck zu entsprechen.
  • Es herrscht Unruhe unter vielen Mitarbeitern und Führungskräften - die Leute haben Angst um ihre Arbeit und leiden unter dem immer stärkeren Leistungsdruck.
  • Unternehmen müssen umfassende, die Zusammenarbeit fördernde Arbeitsumgebungen schaffen, um strategische Geschäftsziele zu erreichen und ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit aufrechtzuerhalten. Zudem berichten Personen, die die Vorteile des Coachings erlebt haben, immer mehr anderen über ihre Erfahrungen. Kurz gesagt hilft das Coaching den Menschen, sich auf das zu konzentrieren, was für sie im Leben am meisten zählt: die Arbeit und das Privatleben. Die Menschen sind sich heute immer stärker bewusst, dass sie selbst für ihr Leben verantwortlich sind; Coaching hilft ihnen, diese Verantwortung zu übernehmen.


Wie muss ich mir Coaching vorstellen? Wie sieht der Coaching-Prozess aus?
Der Coaching-Prozess - Coaching beginnt in der Regel mit einer persönlichen Befragung (entweder bei einem Treffen oder per Telefonkonferenz), um die aktuellen Gelegenheiten und Herausforderungen des Klienten einzuschätzen, den Rahmen der Beziehung abzustecken, Prioritäten im Hinblick auf den Handlungsbedarf zu bestimmen und die gewünschten Ergebnisse festzulegen. Nachfolgende Coaching-Sitzungen können persönlich oder über das Telefon durchgeführt werden, wobei die Dauer jeder Sitzung im Vorfeld festgelegt wird. Zwischen geplanten Coaching-Sitzungen kann der Klient gebeten werden, bestimmte Aufgaben zu erledigen, um ihn beim Erreichen seiner vorrangigen Ziele zu unterstützen. Der Coach kann zusätzliche Ressourcen in Form von Artikeln, Checklisten, Beurteilungen oder Modellen in das Coaching einbringen, um das Denken und Handeln des Klienten zu unterstützen. Die Dauer der Coaching-Beziehung hängt von den individuellen Bedürfnissen und den Präferenzen des Klienten ab.

  • Beurteilungen - Zur Unterstützung des Coaching-Prozesses können je nach den Bedürfnissen und der Situation des Klienten verschiedene Beurteilungen erstellt werden. Beurteilungen liefern objektive Informationen, die das Selbstbewusstsein des Klienten sowie sein Bewusstsein für andere und ihre Situation verbessern können, eine Ausgangsbasis für die Festlegung der Zielsetzungen und Strategien für das Coaching bieten und die Beurteilung von Fortschritten ermöglichen.
  • Konzepte, Modelle und Prinzipien - Eine Vielzahl von Konzepten, Modellen und Prinzipien, die aus der Verhaltensforschung, der Managementliteratur, spirituellen Traditionen und/oder der Kunst und Geisteswissenschaft abgeleitet wurden, können in das Coaching-Gespräch einfließen, um das Selbstbewusstsein des Klienten sowie sein Bewusstsein für andere zu steigern, Perspektivwechsel anzustoßen, zu neuen Einsichten zu gelangen, einen neuen Ansatz für die Betrachtung von Gelegenheiten und Herausforderungen zu erarbeiten sowie das zielgerichtete Vorgehen des Klienten zu unterstützen und zu inspirieren.
  • Wertschätzender Ansatz - Coaching umfasst einen wertschätzenden Ansatz. Der wertschätzende Ansatz beruht auf dem, was richtig ist, was funktioniert, was gewünscht wird und was benötigt wird, um dorthin zu gelangen. Anhand eines wertschätzenden Ansatzes entwickelt der Coach Kommunikationsfertigkeiten und -methoden, die der Klient oder das Team zur Verbesserung ihre persönlichen kommunikativen Effizienz einsetzen können. Der wertschätzende Ansatz umfasst forschende Fragen, proaktive (im Gegensatz zu reaktiven) Verfahren für den Umgang mit persönlichen Gelegenheiten und Herausforderungen, ein konstruktives Rahmenwerk von Beobachtungen und Rückmeldungen, um positive Reaktionen bei anderen zu bewirken sowie eine Ausrichtung auf Erfolge, anstatt sich auf Probleme zu konzentrieren. Der wertschätzende Ansatz ist einfach zu verstehen und anzuwenden, kann jedoch durch die Förderung offenen Denkens und zielgerichteten Handelns gute Ergebnisse bringen.


Was tut der Coach innerhalb der Beziehung? Und der Klient?
Die Rolle des Coaches ist es, objektive Beurteilungen und Informationen zu liefern, die das Selbstbewusstsein des Klienten oder der Teammitglieder sowie ihr Bewusstsein für andere verbessern, aufmerksam zuzuhören, um die Situation der Person oder des Teams vollständig zu verstehen, als Verstärker für möglichkeitsorientiertes Denken, umsichtiges Planen und eine durchdachte Entscheidungsfindung zu wirken, Gelegenheiten und Potenziale zu fördern, zu Anstrengungen und Herausforderungen entsprechend der persönlichen Stärken und Ansprüche zu motivieren, neue Denkansätze zu fördern, um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, Verbesserungspotenziale zu ermitteln, um neue Möglichkeiten zu erschließen und die Schaffung von alternativen Szenarien zu unterstützen. Zudem achtet der Coach auf die Einhaltung professioneller Grenzen im Coaching-Verhältnis, einschließlich der Vertraulichkeit, und handelt entsprechend des Ethik-Codes für den Berufsstand.

Die Rolle des Klienten oder Teams ist es, die Coaching-Agenda auf der Grundlage von persönlich bedeutsamen Coaching-Zielen zu definieren, anhand von Beurteilungen und Beobachtungen sein Selbstbewusstsein und sein Bewusstsein für andere zu verbessern, persönliche und/oder gemeinsame Erfolge anzustreben, die volle Verantwortung für eigene Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen, den Coaching-Prozess zu nutzen, um möglichkeitsorientiertes Denken und Perspektivwechsel zu fördern, seine persönlichen Ziele und Ansprüche aufeinander abzustimmen, seine Fähigkeiten zu übergeordnetem Denken und zur Problemlösung zu verbessern und die vom Coach vermittelten Werkzeuge, Konzepte, Modelle und Grundsätze einzusetzen, um effektiv und vorwärtsgerichtet zu handeln.

Was setzt Coaching beim Klienten voraus?
Um erfolgreich zu sein, verlangt das Coaching bestimmte Dinge vom Klienten, was der Bereitschaft zu Verbesserungen anfängt...

  • Konzentration - Auf sich selbst, die direkten Fragen, die harten Wahrheiten und den eigenen Erfolg.
  • Beobachtung - Des Verhaltens und der Kommunikation von anderen.
  • Zuhören - Der eigenen Intuition sowie den eigenen Einschätzungen und Urteilen folgen, und darauf achten, wie man beim Sprechen auf andere wirkt.
  • Selbstdisziplin - Vorhandene Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen in Frage stellen und neue entwickeln, die auf übergeordneter Ebene den eigenen Zielen dienen.
  • Stil - Persönliche Stärken nutzen und Grenzen überwinden, um einen erfolgreichen Stil zu entwickeln.
  • Entscheidungen - Obwohl unbequem und trotz persönlicher Unsicherheiten, um außergewöhnliche Ziele zu erreichen.
  • Mitgefühl - Für sich selbst beim Ausprobieren von neuen Verhaltensweisen und bei Rückschlägen, und für andere, die dasselbe erleben.
  • Humor - Darauf achten, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, und stets mit Humor an Situationen herangehen.
  • Selbstkontrolle - Angesichts von Enttäuschungen und unerfüllten Erwartungen stets die Contenance bewahren und nicht zu emotional reagieren.
  • Mut - Um mehr als bisher zu erreichen, Ängste zu bekämpfen und als Kernstrategie für den Erfolg zuversichtlich voranzublicken, sich permanent selbst zu beobachten und innere sowie äußere Hindernisse zu überwinden.


Wie lässt sich der Erfolg des Coaching-Prozesses messen?
Für die Bewertung des Erfolgs gibt es zwei Ansätze. Zum einen gibt es die externen Leistungsindikatoren: sie ermöglichen, die sichtbaren Ergebnisse in der Umgebung des Klienten oder Teams zu messen. Auf der anderen Seite stehen die internen Erfolgsmaßstäbe: sie messen inhärente Faktoren beim Klienten und können mit Unterstützung des Coaches von ihm selbst bewertet werden. Im Idealfall werden sowohl interne als auch externe Kriterien angesetzt.

Beispiele für externe Kriterien umfassen das Erreichen der Coaching-Ziele, die zu Beginn des Coaching-Verhältnisses festgelegt wurden, höhere Einkünfte oder Gewinne, eine erfolgreiche Promotion, leistungsbezogene Rückmeldungen aus dem Umfeld des Klienten (z. B. direkt unterstellte Mitarbeiter, Kollegen, Kunden, Vorgesetzte, Unternehmensleitung), persönliche oder geschäftliche Leistungskenndaten (z. B. Produktivität, Effizienz usw.). Die externen Kriterien sollten sich im Idealfall auf Dinge beziehen, die vom Klienten bereits bewertet werden und auf die er direkten Einfluss hat.

Beispiele für interne Kriterien umfassen Beurteilungen zur Selbsteinschätzung/Selbstbewertung, die zu Beginn sowie in regelmäßigen Abständen während des Coaching-Prozesses erfolgen können, Änderungen in Bezug auf das Selbstbewusstsein des Klienten sowie sein Bewusstsein für andere, neue Denkansätze, die zu effizienterem Handeln führen sowie Veränderungen des emotionalen Status, die das Selbstvertrauen steigern.

Inwiefern unterscheidet sich Coaching von anderen Dienstleistungsbranchen?
Professionelles Coaching ist eine spezifische Dienstleistung, die sich im Hinblick auf die Festlegung von Zielen, ergebnisorientiertes Handeln und persönliches Änderungsmanagement an den Lebensumständen des Klienten orientiert. Um zu verstehen, was ein Coach ist, kann es hilfreich sein, das Coaching anderen Berufen gegenüberzustellen, die persönliche oder organisatorische Unterstützung bieten.

  • Therapie - Coaching unterscheidet sich von therapeutischen Ansätzen gleich mehrfach. Zuerst ist das Coaching ein Berufsstand, der die persönliche und berufliche Weiterentwicklung auf Grundlage von Änderungen, die vom Klienten ausgehen, im Hinblick auf spezifische, greifbare Ergebnisse unterstützt. Diese Ergebnisse sind mit dem persönlichen oder beruflichen Erfolg verknüpft. Das Coaching ist vorwärtsgewandt und zukunftsgerichtet. Therapie hingegen ist darauf ausgelegt, Verletzungen zu heilen, Störungen und innere Konflikte einer Person oder Konflikte zwischen Personen auszuräumen. Das Ziel ist häufig, Probleme zu lösen, die in der Vergangenheit entstanden sind und die emotionale Verfassung in der Gegenwart beeinträchtigen, die psychologische Gesamtverfassung zu verbessern und aktuelle Umstände im Privatleben und bei der Arbeit mit emotionalen Verfahren anzugehen. Das Ergebnis von Therapie ist oft ein verbesserter Gefühlszustand. Während positive Empfindungen/Emotionen durchaus auch durch Coaching bewirkt werden können, steht dabei primär die Entwicklung von Strategien im Vordergrund, um spezifische Ziele im Arbeits- oder Privatleben zu erreichen. Bei einem Coaching-Verhältnis liegt der Schwerpunkt auf dem Handeln, der Verantwortlichkeit und der Umsetzung von Zielsetzungen.
  • Beratung - Berater werden meist in Anspruch genommen, weil sie über besonderes Fachwissen verfügen. Obwohl es für die Beratung die unterschiedlichsten Ansätze gibt, wird häufig erwartet, dass ein Berater Probleme diagnostiziert und Lösungen vorgibt sowie manchmal auch umsetzt. Beim Coaching hingegen geht man davon aus, dass Personen oder Teams in der Lage sind, eigene Lösungen zu erarbeiten, während der Coach unterstützende, zur Eigeninitiative anleitende Ansätze vermittelt und entsprechende Rahmenbedingungen schafft.
  • Mentorendienste - Mentorendienste, die man sich als Anleitung auf der Grundlage der eigenen Erfahrung oder Weitergabe von Erfahrungen in einem bestimmten Bereich oder Karriereabschnitt vorstellen kann, werden häufig mit Coaching gleichgesetzt. Obwohl einige Coaches im Rahmen ihres Coachings Mentorendienste anbieten, zum Beispiel beim Mentorencoaching neuer Coaches, treten sie gegenüber ihren Klienten in der Regel nicht als Mentor auf.
  • Schulung - Schulungsprogramme basieren auf dem Erwerb bestimmter Lernziele, die vom Trainer oder Ausbilder festgelegt werden. Obwohl während des Coaching-Prozesses auch Zielsetzungen verdeutlicht werden, werden sie vom Klienten oder Team unter Anleitung des Coaches festgelegt. Schulungen setzen auch einen linearen Lernansatz voraus, der mit einem festgelegten Ablauf einhergeht. Coaching ist weniger linear und folgt keinem festen Schema.
  • Sportliche Entwicklung - Obwohl häufig Metaphern aus dem Sport eingesetzt werden, bestehen zwischen einem professionellen Coach und einem Sporttrainer erhebliche Unterschiede. Der Trainer wird häufig als Experte angesehen, der das Verhalten von Personen oder Teams auf der Grundlage seiner größeren Erfahrung und Kenntnisse anleitet und steuert. Professionelle Coaches verfügen ebenfalls über diese Fähigkeit, die Richtung wird jedoch von der Erfahrung und dem Wissen des Gecoachten vorgegeben. Darüber hinaus konzentriert sich professionelles Coaching nicht auf Verhaltensweisen, die unzureichend oder falsch umgesetzt werden. Stattdessen liegt der Schwerpunkt darauf, Entwicklungsmöglichkeiten auf Basis der Fähigkeiten und Stärken einer Person zu erkennen.